Dienstag, 26. Juni 2012

The Hitchhiker's Guide to Philosophy

Ich habe die Freude, das Erscheinen eines Buches zu verkünden, das im Bücherschrank des fortgeschrittenen Anhalters durch die Galaxis nicht fehlen darf: Philosophy & The Hitchhiker's Guide to the Galaxy, herausgegeben vom englischen Philosophen Nicholas Joll.

Eine besondere Ehre ist es für mich, zusammen mit dem Herausgeber das letzte Kapitel beigetragen zu haben, ohne das kein Buch wirklich komplett ist.

Freitag, 25. Mai 2012

Happy Towel Day!

Nicolas Botti (rechts), der das Anhalter-Hörspiel ins Französische übersetzt  und einen fantastischen Blog führt, zusammen mit A. Pawlak vor Beginn der großen Party zum 60. Geburtstag von Douglas Adams in London. Wir wissen, wo unsere Handtücher sind!

Heute ist Towel Day, der Tag, an dem man sich sorgfältig vergewissern sollte, wo man sein Handtuch hat. Denn wie wir wissen, ist ein Handtuch so ziemlich das Nützlichste, was ein galaktischer Anhalter bei sich tragen sollte! Erstaunlicherweise führt das Buch Hitch-Hiker's Guide to Europe von Ken Welsh, eine der Inspirationsquellen für Douglas Adams das Handtuch nicht in der Liste der Dinge, die man auf eine Reise mitnehmen sollte auf. Wie gut also, dass wir den klarsichtigen Eintrag im wahren Guide haben.

Dienstag, 7. Februar 2012

Eine Geburtstagsparty von der Größe eines Planeten

Was ist schon das 60. Thron-Jubiläum von Queen Elisabeth im Vergleich zur Party anlässlich des 60. Geburtstages des leider viel zu früh verstorbenen Douglas Adams? Wer Mitglieder von Monty Python, Stephen Fry, Musiker wie Gary Brooker (Procol Harum) und viele andere mehr live erleben möchte, wie sie ihrem Freund Douglas am 11. März in London Reverenz erweisen, der sollte sich dieses Event nicht entgehn lassen. Tickets gibt es hier.

Dienstag, 6. Dezember 2011

3 x 42 - 1 = 125

Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) nimmt alles, was sie tut, sehr genau. Aber sie hat bei aller ihrer Präzision keinesfalls den Humor verloren und feiert 2012 ihr (3 x 42 - 1). Gründungsjubiläum, u. a. mit dem Helmholtz-Symposium, das sich am 27. März 2012 mit dem Motto Metrology, the Universe and Everything nicht nur an Anhalter-Fans wendet. Die Broschüre zu den Jubiläumsveranstaltungen, aus dem obiges Bild entnommen wurde, findet sich hier (PDF, 2,6 MB).

Dienstag, 18. Oktober 2011

Mit der richtigen Zahl zum Nobel-Preis

Saul Perlmutter gehört zu den drei Physik Nobelpreisträgern 2011. Im Rahmen des Supernovae Cosmology Project konnten er und seine Mitarbeiter mit Hilfe von Supernovae des Typs Ia zeigen, dass sich die Ausdehnung des Universums beschleunigt - eine gänzlich unerwartete Erkenntnis. Als Ursache wird eine Dunkle Energie angenommen, deren Natur immer noch rätselhaft ist. Bezeichnend finde ich die Zahl der Supernovae, die für diese Erkenntnis nötig war: 42!

Donnerstag, 8. September 2011

Jane Belson (1952-2011)

Eine überaus traurige Nachricht: Jane Belson, die Witwe von Douglas Adams, ist im Alter von 59 Jahren verstorben. Mein tiefempfundenes Beileid an Polly, die siebzehnjährige Tochter von Jane und Douglas.

Montag, 22. August 2011

Panik!

Die Deutschen kämen mit einem Weltuntergang sicherlich am besten zu Recht. Ihre eingeübte Panik würde vermutlich nur zu einem "Ha, haben wir es doch gewusst!" führen. Nicht verwunderlich, neigt doch die deutsche Medienlandschaft selten dazu, auch einmal die beruhigende Losung "Keine Panik!" zu verkünden.
Darauf deutet zumindest das Buch Die Angst der Woche von Walter Kraemer (Interview) hin, Professor für Statistik an der Technischen Universität Dortmund. Aber vielleicht ist das auch wieder nur Panikmache im Sommerloch. In jedem Fall könnte Ford Prefect mit seiner Gelassenheit durchaus eine gewisse Vorbildfunktion übernehmen.

Donnerstag, 21. Juli 2011

Die Antwort ist ... 72?

Selbst wenn 42 nicht die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest sein sollte, versinnbildlicht dieser Zahlenwitz eindrucksvoll das menschliche Verlangen, möglichst alles auf einen einfachen Nenner bringen zu wollen. Der britische Journalist 72 besonders nützlich ist. ... Was ergibt sechs mal neun? 72! ... Funktioniert leider auch nicht.

Donnerstag, 30. Juni 2011

Per Anhalter auf die Bühne

Die Besucher der Hitchcon 09 in London konnten die Originalbesetzung der Radiofassung von The Hitchhiker's Guide to the Galaxy live in einem spektakulären "Best of-Programm" erleben. Der verstorbene Peter Jones, die Stimme des Buches, wurde durch Andrew Sachs ersetzt, den viele vielleicht besser als trotteligen Kellner in der Comedy-Serie Fawlty Towers kennen.

Nun kündigt Radioproduzent Dirk Maggs, verantwortlich für die Hörspielversionen der letzten drei Anhalter-Bücher sowie der beiden Dirk Gently-Romane, für 2012 eine Tournee der "Radiobühnenshow" an, allerdings nur durch Großbritannien. Wer Simon Jones (Arthur Dent), Geoffrey McGivern (Ford Prefect), Stephen Moore (Marvin), Susan Sheridan (Trillian) und last but not least Mark Wing-Davey (Zaphod Beeblebrox) einmal live erleben möchte, der sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen. Details sollen sich demnächst hier finden.

Mittwoch, 25. Mai 2011

Von großem rituellem Wert

Alle, die den galaktischen Reiseführer gelesen habe, wissen vom großen praktischen Wert des Handtuchs (eine kleine Auswahl) für den interstellaren Anhalter. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass zahlreiche Völker der Erde schon seit langem wissen, wo ihre Handtücher sind und diesen einen großen rituellen Wert zusprechen, beispielsweise in Karelien, wo das Kaspaikka, ein langes schmales Handtuch mit Stickereien an den beiden Enden als heiliges Artefakt Übergangsriten aller Art, von der Geburt über Hochzeiten bis hin zum Tod, begleitet. Rituelle Tücher gibt es auch in vielen anderen Kulturen und sind aus vorchristlicher Zeit überliefert.

Dienstag, 10. Mai 2011

sigh every ten years or so

Heute vor zehn Jahren starb Douglas Adams. Der rote Punkt kennzeichnet die Lage seines Grabes auf dem Highgate Cemetery East in London.

The higher level supervising program considered this and didn't like it. It asked the low level supervising program what exactly it was supervising and the low level supervising program said it couldn't remember that either, just that it was something that was meant to go click, sigh every ten years or so, which usually happened without fail.
Douglas Adams, Mostly Harmless, Chapter 1

P.S. Große Dinge stehen im nächsten Jahr bevor. Genaueres demnächst...

Montag, 4. April 2011

Die Letzten ihrer Art - zum Zweiten

Heute wird auf arte um 19:30 Uhr die erste Folge der fünfteiligen Fernsehdokumentation Die Letzten ihrer Art (engl. Website) ausgestrahlt. Mehr Infos zu den einzelnen Folgen und den Sendeterminen finden sich hier.

Der Schauspieler, Schriftsteller und Moderator Stephen Fry und der Fotograf und Zoologe Mark Carwardine sind auf der Suche nach vom Aussterben bedrohten Tierarten. Dabei folgen sie der gleichen Route, die Carwardine und der gemeinsame Freund Douglas Adams bereits vor 20 Jahren für die gleichnamige BBC-Radiosendung bereist haben, um etwa das Aye-Aye oder das Weiße Rhinozeros aufzuspüren.

Mark Carwardine und Stephen Fry wollen nun herausfinden, welche der damals porträtierten Arten noch existieren, welche akut vom Aussterben bedroht und welche schon für immer vom Erdball verschwunden sind. Da Stephen Fry alles andere als urwaldtauglich ist, wird die Aktion zu einer abenteuerlichen, manchmal gefährlichen, atemberaubenden und auf jeden Fall hoch amüsanten Reise um die Welt. (Quelle: arte)

Donnerstag, 31. März 2011

Ein neues Buch von Douglas Adams?

Douglas Adams hängte mit Mostly Harmless 1992 seine Karriere als Romanschriftsteller an den Nagel, um sich neuen Themen wie Computerspielen und dem aufkommenden World Wide Web zuzuwenden. Wenn BBC Books nun mit "Shada" für März 2012 ein neues Douglas Adams-Buch ankündigt, dann geht es nicht um ein unveröffentlichtes Buch-Manuskript. Vielmehr soll der Drehbuchautor Gareth Roberts die Romanfassung eines Drehbuchs aus der Feder von Douglas Adams schreiben. Shada sollte 1980 ein Sechsteiler der langlebigen britischen Science Fiction-Fernsehserie Doctor Who werden. Ein Streik führte jedoch zum Abbruch der Dreharbeiten. Die Teile, die bereits fertig gestellt worden waren, sind nie gesendet worden, erschienen aber 1992 auf einer VHS-Kassette, wobei Tom Baker, der vierte Doctor Who, die fehlenden Stellen nacherzählt. Enthalten ist auch das Skript als kleinformatiges Taschenbuch. Douglas Adams hatte bis dahin längst große Teile der Geschichte für seinen ersten Dirk Gently-Roman verwendet. 2003 erschien Shada zudem in einer Hörspielfassung auf CD und als Zeichentrick-Webcast.

Viele Doctor Who-Geschichten erschienen auch in Buchform. Douglas Adams hat jedoch nie Romanfassungen seiner Geschichten geschrieben. Noch heute findet sich beispielsweise die Ankündigung für Pirate Planet auf amazon.

Freitag, 11. März 2011

Happy birthday, Douglas!

Das Mill Road Maternity Hospital in Cambridge, wo Douglas Noël Adams am 11. März 1952 als Sohn von Janet ( Donovan) and Christopher Douglas Adams geboren wurde.

Heute wäre der viel zu früh von uns gegangene Douglas Adams 59 Jahre alt geworden.

Wie schön wäre es gewesen, wenn seine kompakteste Autobiografie immer noch korrekt wäre: "Born 1952, still alive".

Dienstag, 4. Januar 2011

Auf den Schirm!

Die britische (links), deutsche (Mitte) und amerikanische DVD der TV-Serie.

Heute vor genau 30 Jahren, am 5. Januar 1981, wurde die erste Folge der Fernsehversion von The Hitchhiker's Guide to the Galaxy ausgestrahlt. Im deutschen Fernsehen konnten Anhalter-Fans die Serie erst nach über drei Jahren sehen. Dort flimmerte die erste Folge am 29. April 1984 über die Mattscheibe.

Die DVD-Editionen der Serie unterscheiden sich vor allem in der Laufzeit der insgesamt sechs Folgen. Während die deutschen Folgen nur in der ursprünglich ausgestrahlten Länge von 28 Minuten auf DVD gebannt wurden, enthalten die britische und die amerikanische Versionen auch das Material, das aus Zeitgründen gekürzt wurde. Sie kommen damit auf jeweils rund 33 Minuten. Wer also z. B. einen ausführlicheren Blick in den Lagerraum eines Raumschiffs der Vogonischen Bauflotte werfen oder den unsterblichen Monolog des Walfischs auch in der TV-Fassung erleben möchte, der greife zu den englischsprachigen DVDs.

Wie es nicht anders sein kann, unterscheiden sich die verschiedenen Versionen subtil in den Extras. Die britische Version enthält zusätzlich eine Einführung in die erste Episode, gesprochen von Peter Jones, der Stimme des Buches, die amerikanische Version wartet noch mit der Dokumentation Life, the Universe and Douglas Adams auf, die ansonsten nur noch als Bonus der neuen kompletten Hörbuchversion der Anhalter-Saga erhältlich ist, gelesen von Stephen Fry und Martin Freeman, der Arthur Dent des Kinofilms.

Donnerstag, 4. November 2010

Ohren auf für die Letzten ihrer Art

Die Letzten ihrer Art (Last Chance to See) von Douglas Adams und Mark Carwardine ist hierzulande vor allem als Buch bekannt geworden. Nun ist auch die originale BBC-Radioserie zu hören, die zwar seit geraumer Zeit wieder online verfügbar ist, allerdings zunächst nur für Hörer in Großbritannien. Mittlerweile hat die BBC aber ein Einsehen gehabt, und macht diesen nicht auf kommerziellen Tonträgern erhältlichen Meilenstein im Werk von Douglas Adams endlich weltweit zugänglich. Nicht zuletzt erfährt man das auch etwas über den Juan Fernández Seebär (Arctocephalus philippii) und den Amazonas- oder Fluss-Manati (Trichechus inunguis), die es aufgrund der notorischen Trödelei von Douglas Adams nicht ins Buch geschafft haben. Share and enjoy!

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Die Antwort ist Zweiundvierzig!

Am Sonntag den 10.10.10 gibt es den 42day zu feiern, sofern man auch der binären Darstellung der Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und Allem eine besondere Bedeutung zugesteht. Informationen über die weltweiten Aktivitäten zu diesem Tag, der nur alle hundert Jahre zu begehen ist, finden sich hier. Ich selbst lasse es mir nicht nehmen, am 42day in London zu weilen und an den dortigen Aktivitäten von ZZ9 Plural Z Alpha teilzunehmen. Am Tag zuvor gibt es eine Douglas Adams-Führung durch Cambridge. Wer diese einmal nachvollziehen möchte, findet die wichtigsten Stationen bei Google Maps. Share and enjoy!

Sonntag, 3. Oktober 2010

The third arm

Zaphod Beeblebrox hat sich einen dritten Extra-Arm zu gelegt, weil er hoffte, sich damit im Ski-Boxen verbessern zu können. Der Performance-Künstler Stelarc hat sich ganz ernsthaft mit den Möglichkeiten der technologischen Erweiterung des menschlichen Körpers befasst. Dabei hat er Anfang der Neunzigerjahre auch die Möglichkeiten einer dritten Hand erkundet.

"Diese künstliche Hand - eher eine Addition denn ein prothetischer Ersatz - wird am rechten Arm befestigt. Sie ist unabhängiger Bewegungen fähig, verfügt über ein Druck- und Greifsystem, eine 290° Gelenkrotation (im sowie gegen den Uhrzeigersinn) und besitzt über ein taktiles Feedback-System sogar einen rudimentären Tastsinn"« (Stelarc über Third Hand)

Ein dritter Arm ist - abgesehen von dieser kybernetisch-künstlerischen Erprobung - durchaus keine Unmöglichkeit. Als körperliche Missbildung ist er leider auch eine traurige Realität. So wurde im Jahr 2006 in Schanghai einem rund zwei Monate Säugling ein dritter, missgebildeter Arm entfernt (Artikel in China Daily; enthält Fotos, die vielleicht nicht jedermanns Sache sind!)

Montag, 6. September 2010

Oolon Hawking

Stephen Hawking scheint sich mehr und mehr zum Oolon Coluphid der modernen Physik zu entwickeln. Seinem neuem, zusammen mit dem amerikanischen Physiker Leonard Mlodinow verfassten Buch Der große Entwurf geht gewissermaßen die Frage "Wer ist denn dieser Gott überhaupt?" voran. Ob Hawking mit dem neuen Werk wirklich ein großer Wurf oder eher ein großer Marketing-Coup gelungen ist, sei dahin gestellt. Beachtenswert ist jedoch, was die Autoren in ihrer zweiseitigen Vorankündigung schreiben:

"As we promise in our opening chapter, unlike the answer to the Ultimate Question of Life given in the Hitchhiker’s Guide to the Galaxy, the answer we provide in The Grand Design is not, simply, 42.”

Lässt sich ein solches Buch noch ernstnehmen? Wer ist denn dieser Stephen Hawking überhaupt?

Mittwoch, 18. August 2010

Space, it's not (quite) as cold as you think

Ein aufmerksamer Leser wies mich neulich darauf hin, dass es beim Überleben ohne Raumanzug im garstigen Vakuum des Weltraums selbstverständlich auch den Wärmeverlust durch Strahlung zu berücksichtigen gebe. Diesen Faktor habe ich tatsächlich sträflicherweise unterschlagen und mich stattdessen auf den Wärmeverlust durch Konvektion beschränkt.

Doch auch der Wärmeverlust durch Strahlung würde nicht dazu führen, dass man im Weltraum sofort gefriert. In jedem Fall dauert eine nennenswerte Abkühlung länger als bis zum Verlust des Bewusstseins, der beim beherzten Ausatmen vor dem Rausschmiss aus einem Raumschiff innerhalb von 15 Sekunden zu erwarten wäre. Wen die Kälte des Weltalls dennoch mehr schreckt als die Luftleere, dem sei warme Kleidung und die Mitnahme von Rettungsfolie empfohlen.